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Linienserie, 03.10.2020

Mit dieser Serie möchte ich eine Reduktion auf einfache, übersichtliche und geometrische Grundstrukturen aufzeigen, eine Klarheit und innere Logik erreichen. Diese Serie verweist auf nichts als auf ihre Form, auf eine Ordnung, eine innere Gliederung. Die Bilder sind reduziert auf eine einfache Grundstruktur, damit das Wesentliche der Form und die Eindeutigkeit aufgezeigt werden kann. Mit einer Linie wird gestaltet. Ihr liegt ein Gedanke zugrunde. Die Linie führt das Auge des Betrachters.                                                                                                                                                                                                                                            Hier zwei Beispiele aus dieser Serie:


                                                                    "Grundstruktur"  80 x 80 cm, Acryl, Strukturpaste auf Leinwand, 2020

                                                                   "Formsache"  80 x 80 cm, Acryl, Strukturpaste auf Leinwand, 2020


Corona-Bilder, 08.08.2020

Klopapier als bildhaftes Synonym der Corona-Pandemie, oder pures Gold, Blatt für Blatt:

                                                                     "don't panic"  60 x 60 cm, Acryl auf Leinwand, 2020

                                                                     "sold out"   60 x 60 cm, Acryl auf Leinwand, 2020


Modigliani-Serie, 07.06.2020

Seine Bilder haben eine gewisse Signalwirkung: Eine starke Kontur, überlängte Köpfe, volle Lippen, mandelförmige, teilweise blinde Augen sind das Markenzeichen von Modiglianis Bildern. Die Darstellung ist stark reduziert, in seinen Porträts und Akten ist sie auf die Person fokussiert, so dass der Raum in den Hintergrund tritt und damit keine Rückschlüsse auf das soziale Umfeld zu erkennen sind.

Ich habe je drei Bilder von seiner Verlobten Jeanne Hébuterne und von Hanka Zborowski gemalt, auf meine Art. Die Bildhintergründe wurden auf einfache geometrische Formen reduziert.

                                                                    "Hanka (Anna) Zborowski"  60 x 60 cm, Acryl auf Leinwand, 2020

                                                                    "Jeanne Hébuterne"  60 x 60 cm, Acryl auf Leinwand, 2020


Am Anfang war die Idee, 5.4.2020

Eine Idee ist eine kleine, winzige Einheit, also nichts anderes als ein Blitzgedanke, nachdem man handeln bzw. den man verwirklichen kann. Ideen existieren zunächst nur im Kopf, sie sind etwas Neues. Sie werden vor allem mit Kreativität und Neugierde verbunden. Kreativität bedeutet Veränderung, bedeutet die Perspektive zu wechseln.

Aber eine Idee reicht an sich noch nicht aus, sie steht stets am Anfang. Der Sinn einer Idee ist ihre Verwirklichung.

Im künstlerischen Bereich geht die Idee somit vom Kopf, über das Herz, durch die Hand auf die Leinwand.


                                                                    "Lichtblick"  70 x 70 cm, Acryl auf Leinwand, 2020

                                                                    "Helle Lichter"  70 x 70 cm, Acryl auf Leinwand, 2020



Typische Gesten von Politikern / Nonverbale Kommunikation, 19.02.2020

Politiker lieben große Gesten. Aus gutem Grund: Wir erinnern uns besser, wie jemand aussieht, was er anzieht oder sich verhält, weniger an seine Worte. So funktioniert eben unser Gehirn. Es speichert leichter visuelle als verbale Informationen. Körpersprache ist daher für Politiker ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Sprache der Hände ist in vielen Teilen der Welt gleich: Die Siegerpose mit der hochgestreckten Faust, der gehobene Daumen als Signal der Zustimmung, erhobene Hände als Zeichen der Friedfertigkeit - alles das sind allgemein gültige Gesten. Während wir kommunizieren setzen wir unsere Hände noch viel stärker ein und begleiten und unterstützen unsere verbale Rede in subtilerer Form. Unsere Gesten haben dabei eine enorme Macht. Manche Studien schreiben ihnen bis zu 80% der kummunikativen Wirkung zu - noch vor den Worten. Unsere Körpersprache dabei ist jedoch meist eine unbewusste.

In dieser Reihe habe ich alle acht Bundeskanzler der BRD gemalt. Diese Bilder sowie weitere Porträts, z.B. von Winfried Kretschmann, werden erstmalig in der Ausstellung im Museum am Widumhof in Urbach öffentlich gezeigt. Die Ausstellung "Am Anfang war die Idee" geht vom 26. September bis 25. Oktober 2020.   Die Reihe wird fortgesetzt. Hier zwei Beispiele:

                                                                                            "K.A."  70 x 50 cm, Acryl auf Karton, 2019

Konrad Adenauer: Geste: Hand an der Hutkrempe   Farbe: Schwarz/Grau

Bei diesem Bild wurde nur die Grundfarbe Schwarz verwendet, die mit Weiß zu Grautönen abgemischt wurde. Auf die Kirche  bezogen ist ein "Schwarzer" ein Geistlicher. Die Kirche ist eine konservative Kraft. Die Farbe der Geistlichkeit wurde zur Farbe des politischen Konservatismus. Wer schwarz wählt, wählt konservativ. Alt und Grau ist eine internationale Assoziation. Adenauer war bei Amtsantritt 73 Jahre alt. Er war autoritär und gegen Ende seiner Amtszeit altersstur und uneinsichtig. Im Farbklang eben schwarz und grau! Grau die Farbe des Alten, so auch sein Spitzname "Der Alte".


                                                                      "H.S."  50 x 70 cm, Acryl auf Karton, 2019

Helmut Schmidt: Geste: Zigarette in der Hand, Nachdenklichkeit   Farbe: Blau

Die Ausgangsfarbe bildet ein abgestuftes Preußischblau. Blau in diesem Porträt ist als Farbe der geistigen Tugenden zu verstehen. Blau-Weiß sind die Hauptfarben für Klugheit, der Wissenschaft, der Konzentration. Bewusst wurde dieser Farbklang gewählt und nicht die politische Farbe Rot.



"Rechnung folgt" und "Mit Links" neu eingefügt am 4.11.2019.

Meine Beschreibung der Bilder wird hier am 5.12.2019 veröffentlicht. In der Zwischenzeit können Sie sich Ihre eigene Meinung über den möglichen Inhalt der Bilder machen.

                                                                                           "Rechnung folgt" 70 x 50 cm, Acryl auf Karton, 2019

Mark Zuckerberg beherrscht neben Facebook, mit seinen fast zwei Milliarden Nutzern, auch noch die reichweitenstarken Plattformen Instagram und WhatsApp. Allein bei Facebook hält er rund 60% der Anteile. Er allein gibt vor, welche Art News die Nutzer zu sehen bekommen oder nach welchen Regeln Hatespeech oder Fake News ausgefiltert werden.

"Du sollst nicht lügen", das achte Gebot. Der erste Kanzler der BRD wusste hier Erhellendes beizutragen. Konrad Adenauer unterschied nämlich zwischen einfacher, reiner und lauterer Wahrheit. Präziser: Eine Wahrheit fürs Volk, eine für die Regierenden und eine, die er selbst nicht kennt. Viele Politiker werden ihn noch heute nicht wirklich korrigieren wollen.

Heiligt der Zweck die Mittel? Was darf man noch glauben? Was und wem will man in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt noch glauben, in der viele Fakten der Regierenden und Meinungsmacher erkennbar Fake sind, aber von großen Teilen der Bevölkerung akzeptiert werden? Junge Menschen abonnieren kaum noch regionale oder überregionale Zeitungen und hängen über die sozialen Medien in den Fängen von Zuckerberg und Co. Sie nehmen nur allzu gern die vermeintlich kostenlosen Dienste in Anspruch, bezahlen aber mit ihren Daten, mit Beeinflussung, über Werbung, mit Fake News, letztendlich mit Unübersichtlichkeit und Unsicherheit. Die Rechnung folgt

                                                                          

                                                                                           "Mit Links"  70 x 50 cm, Acryl auf Karton, 2019

Sie sehen eine blaue Hand mit Fäden verstrickt, die die Farbe wechseln von Blau zu Weiß, nachdem sie um die Finger gewickelt wurden.

Sie sehen vielleicht die Hand eines Lobbyisten, also eines Netzwerkers bzw. Strippenziehers der beste Kontakte in alle Richtungen hat. Mit Links werden Vorgänge und Entscheidungen beeinflusst, ohne direkt in Erscheinung zu treten. Werden Politiker mit links manipuliert, geht es so leicht sie zu beeinflussen, Druck aufzubauen? Haben diese eine eigene Vorstellung die blau hereinkommt und nach der Lobbyarbeit weiß hinausgeht? Das überlasse ich Ihrer Vorstellungskraft. Zwei Zitate hierzu:

Goethe/Faust: "Du glaubst zu schieben und du wirst geschoben"

Jean-Jacques Rousseau: "Der Mensch ist frei geboren und liegt doch überall in Ketten"



"Mädchen mit der Perlenkette"

Louise Brooks wurde am 14.11.1906 in Kansas/USA geboren. "Brooksie" oder "Lulu", wie die nur 1,57 m große Schauspielerin und Tänzerin liebevoll genannt wurde, war in der Stummfilmzeit eine der bekanntesten und schillernsten Persönlichkeiten der 1920er Jahre.
Visuell wurde Louise Brooks auch durch ihren Bubikopf, den sie angeblich erfunden hat, bekannt. Mit dem deutschen Regisseur Georg Wilhelm Pabst filmte sie 1929 "Die Büchse der Pandora", ein expressionistisches Drama.
Millionen von Frauen kopierten ihre Haarfrisur, die zu ihrem Markenzeichen und zum Ausdruck des neues Freiheitsgefühls der 1920er Jahre wurde. In ihren Hauptrollen der Stummfilmzeit mimte sie meist selbstbewusste, unabhängige junge Frauen. 1985 starb sie in Rochester, New York.

 

                                                                                        "Louise"  60x40 cm, Acryl auf Leinwand, 2019


                                                                                            "Louise B." 60x40 cm, Acryl auf Leinwand, 2019

                                                                                            "Lulu" 60x40 cm, Acryl auf Leinwand, 2019

                                                                                            "Brooksie" 60x40 cm, Acryl auf Leinwand, 2019

 

 
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